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Veronika Eberle | Violine
© Marco Borggreve

Gürzenich-Orchester Köln

Arkadien

Konzert | Bruch & Respighi | Kölner Philharmonie

Veronika Eberle, Violine
Joana Mallwitz, Dirigentin


Max Bruch (1838 - 1920)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26

Der 1838 in Köln geborene Max Bruch war Zeitgenosse vieler bedeutender Komponisten. Als er 1920 in Berlin starb, hatte der Skandal um Strawinskys „Le Sacre“ schon stattgefunden und stand Arnold Schönberg kurz vor der Entdeckung seiner epochemachenden Zwölftontechnik. Daher wurde Bruch noch in den 1860er Jahren als einer der führenden Musiker Deutschlands gefeiert, war aber am Ende seines Lebens in seinen künstlerischen Anschauungen weitgehend isoliert und wäre in seinem Wirken vergessen gewesen, wenn es nicht das Violinkonzert in g-moll op. 26 gäbe: Das eine Werk, dessen ungebrochene Beliebtheit gleichzeitig die Verneinung fast aller anderen kompositorischen Leistungen des Musikers Bruch bedeutete, weil sein Schaffen fast ausschließlich darauf verengt wird. Dieses berühmte Violinkonzert, zwischen 1864 und 1867 komponiert und am 7.1.1868 in Bremen uraufgeführt – das nach eigener Absicht des Komponisten den Geist Mendelssohns beschwören will – entstand unter erheblicher Mitwirkung von Joseph Joachim, dem führenden Geiger der damaligen Zeit und Freund von Johannes Brahms, der dem in der Geigentechnik nicht sonderlich erfahrenen Komponisten vor allem bei der Ausarbeitung des Soloparts mit Rat und Tat zur Seite stand. Zwei wichtige Charakteristika des Konzertes sind seine ungewöhnliche Form und sein thematischer Aufbau aus wenigen melodischen und rhythmischen Elementen. Die beiden ersten Sätze sind ganz auf den Schlusssatz hin konzipiert, zusammen dauern sie etwa so lange wie der Finalsatz. Von hier aus erklärt sich auch die Bezeichnung „Vorspiel“ für den Kopfsatz des Werkes. Nach dem Vorbild des Violinkonzertes von Mendelssohn geht der erste Satz („Introduktion, Allegro moderato“) ohne Pause in den zweiten Satz über („Adagio“). Alle drei Sätze haben Sonatenform, variieren diesen Formtypus allerdings jeweils auf geistvolle Weise. Zur Popularität des Bruchschen Konzerts hat insbesondere der zweite Satz in seiner liedhaften, etwas süßlichen Thematik und dem Pathos seiner Durchführungspassagen beigetragen. Die damals übliche Form des Sonatensatzes findet sich am reinsten im Finale. Dieses ist „Allegro energico“ ausgeprägt, obwohl seine Durchführung auf ein Minimum beschränkt wird. Das wirkungsvolle „ungarisierende“ Hauptthema des Satzes könnte von Joachim, dem gebürtigen Ungarn, inspiriert worden sein.

Ottorino Respighi (1879 – 1936)
Fontane di Roma P 106
Poema sinfonico für Orchester

Die italienische Musik assoziiert man gerne mit der Gattung Oper. Das Musikdrama ist das Genre gewesen, in dem die Italiener nach der Blütezeit des Barock den Ton angaben. Erst zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts bemühten sich etliche neuere italienische Komponisten wie Ottorino Respighi verstärkt auch wieder um die Instrumental- und Orchestermusik. Da Italien im sinfonischen Bereich keine eigenständige nationale Tradition vorweisen konnte, andererseits aber der deutsche, schwerblütige Monumentalstil in der Nachfolge von Bruckner und Mahler in keiner Weise dem mediterranen Temperament entsprach, bot sich als Vorbild an dem Respighi stilistisch anknüpfen konnte vor allem der impressionistisch illustrative Stil, wie er von den Franzosen um Claude Debussy und Maurice Ravel gepflegt wurde. Auf die Frage, wer ihn musikalisch am tiefsten geprägt habe, antwortete Ottorino Respighi allerdings in späteren Jahren, dies sei Rimskij- Korsakow gewesen, bei dem zwischen 1900 und 1903 Kompositionsunterricht genommen habe. Respighi gilt heute als führender Vertreter dieser neueren italienischen Instrumentalmusik. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen die drei heute zur Aufführung kommenden Sinfonischen Dichtungen „Fontane di Roma“ (Die Brunnen von Rom), „Pini di Roma“ (Die Pinien von Rom) und „Feste Romane“ (Römische Feste), die den Zyklus „Römische Trilogie“ abschließt. Im Herbst 1916 komponierte Respighi die Tondichtung mit Namen „Fontane di Roma“ (Die Brunnen von Rom). In dieser sinfonischen Dichtung hat der Komponist Empfindungen und Visionen ausdrücken wollen, die in ihm beim Anblick von vier römischen Brunnen wach wurden. Der erste Teil der Dichtung („La fontana di Valle Giulia all' alba“ / „Der Brunnen im Valle Giulia bei Sonnenaufgang“) empfängt seine Eingebungen vom Brunnen im Valle Giulia und malt eine Hirtenlandschaft. Schafherden ziehen vorüber und verlieren sich im frischfeuchten Dunst einer römischen Morgendämmerung. Plötzlicher lauter und andauernder Hörnerklang über trillerndem Orchester eröffnet den zweiten Teil („La fontana del Tritone al mattino“ / „Der Tritonenbrunnen am Vormittag“): der Tritonenbrunnen. Es istgleichsam ein freudvoller Signalruf, auf den Najaden und Tritonen in Scharen herbeieilen, sich gegenseitig verfolgend, um dann einen zügellosen Tanz inmitten der Wasserstrahlen auszuführen. Ein feierliches Thema ertönt im dritten Teil („La fontana di Trevi al meriggio“ / „Der Trevi-Brunnen in der Mittagssonne“) über den Wogen des Orchesters: der Trevi-Brunnen am Mittag. Das feierliche Thema geht vom Holz auf die Blechbläser über und nimmt einen triumphierenden Charakter an. Fanfaren erklingen: Auf leuchtender Wasserfläche zieht der Wagen Neptuns, von Seepferden gezogen, mit einem Gefolge von Sirenen und Tritonen vorbei. Der Zug entfernt sich, während gedämpfte Trompetenstöße von Ferne widerhallen. Der vierte Teil („La fontana di Villa Medici al tramonto“ / „Der Brunnen der Villa Medici in der Abenddämmerung“) kündigt sich durch ein trauriges Thema an, das sich wie über einem leisen Geplätscher erhebt. Es ist die schwermütige Stunde des Sonnenuntergangs. Die Luft ist voll von Glockenklang, Vogelgezwitscher, Blätterrauschen. Anschließend erstirbt dies alles sanft im Schweigen der Nacht.

Feste romane P 157
Poema sinfonico für Orchester

Die Sinfonische Dichtung „Feste Romane“ (Römische Feste) wurde am 21. Februar 1929 in der Carnegie Hall in New York durch die New Yorker Philharmoniker unter Arturo Toscanini uraufgeführt. Das programmatische Werk besteht aus den vier Sätzen „Circenses“ (Zirkusspiele), „Il Giubileo“ (Das Jubeljahr), „L’Ottobrata“ (Oktoberfest) und „La Befana“ (Dreikönigsnacht). Respighi selbst stellte der Partitur folgendes Programm voran: Der Himmel steht finster über dem Circus Maximus, aber das Volk ist in Feststimmung; „Ave Nero!“ Die eisernen Tore werden geöffnet und alsbald ertönt ein Choral nebst dem Gebrüll wilder Tiere. Die Volksmenge wogt hin und her und erbebt: Unverzagt steigt der Gesang der Märtyrer empor, siegt und geht unter im Tumult. Die Pilger schleppen sich betend auf der langen Straße hin. Endlich, von der Höhe des Monte Mario, erblicken ihre brennenden Augen und schmachtenden Seelen die Heilige Stadt: „Rom! Rom!“ Sie brechen in die jubelnde Hymne „Christ ist erstanden!“ aus, und es erwidert ihnen das Glockengeläute aller Kirchen. Römisches Oktoberfest in den rebenumkränzten römischen Kastellen: ferne Jagdrufe, klingelnde Pferdegeschirre, Liebesgesänge. Es zittert ein romantisches Ständchen durch die milde Abendluft. Die Dreikönigsnacht auf der Piazza Navona; ein charakteristischer Trompetenrhythmus beherrscht den frenetischen Lärm, auf dessen gellender Brandung von Zeit zu Zeit allerlei Klanggebilde vorüberschaukeln, als Bauernlieder, Saltarellenhopser, Maschinenorgelklänge aus einer Schaubude und die Stimme des Ausrufers, das Gegröle Betrunkener und der selbstbewusste Kehrreim, in den das römische Volk seine Seele legt: "Lassafece passà, semo Romani!" („Lasst uns durch, wir sind Römer!“)

Pini di Roma P 141
Poema sinfonico für Orchester

Im Mai 1924 entschloss sich Respighi zur Fortsetzung der römischen Genre-Skizzen. Ähnlich wie bei den „Römischen Brunnen“ dominiert auch in den „Pinien von Rom“ die koloristische, sinnfällige Bildhaftigkeit, wobei Respighi die Klangpalette des gewaltigen Orchesterapparates noch steigert, indem er für das letzte Bild

Kölner Philharmonie

Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Die Eintrittskarte ist Fahrausweis im erweiterten VRS-Netz (2. Klasse) ab 4 Stunden vor der Veranstaltung bis 10:00 Uhr des Folgetages.

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