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Les Siècles
© Ansgar Klostermann

Les Siècles

Ballettmusiken für Sergei Djagilew

Konzert | Igor Strawinsky | Kölner Philharmonie

François-Xavier Roth, Dirigent


Igor Strawinsky (1882 - 1971)

L'Oiseau de feu („Der Feuervogel“)
Ballett in zwei Bildern für Orchester.
Szenario von Michail Fokin nach einem russischen Volksmärchen Ein besonderer Abend erwartet das Publikum zum heutigen Finale des „Felix“-Festivals. Es erklingen gleich drei Ballettmusiken für großes Orchester, die Igor Strawinsky für die „Ballets Russes“ von Serge Diaghilew geschrieben hat - „Feuervogel“, „Petrushka“ und „Les sacre de printemps“. Aufgeführt werden die Kompositionen, die Tanz und Musik vereinen sollen, auf einem Originalinstrumentarium. Igor Strawinsky wurde in Oranienbaum bei Petersburg geboren. Er wuchs in einem musikalischen Haushalt auf, denn sein Vater war ein bekannter Bassist der Kaiserlichen Oper in Petersburg. 1901 begann er ein Jurastudium und nahm nebenher Klavier- und Kompositionsunterricht. Ein Jahr später wurde er Privatschüler des Komponisten Nikolaj Rimskij-Korsakow, mit dessen Sohn er während des Studiums bekannt geworden war. Und in den Folgejahren veröffentlichte er seine ersten Kompositionen und pflegte intensiven Umgang mit einem Kreis junger Künstler in Petersburg, die sich um eine von Serge Diaghilew herausgegebene avantgardistische Zeitschrift gruppierten. Diaghilew war es auch, der den jungen Komponisten in Westeuropa bekannt machte. 1910 wurde das innerhalb von knapp sechs Monaten von Strawinsky komponierte Ballett „Der Feuervogel“ in Paris vom berühmten „Ballets Russes“ uraufgeführt. 1911 folgte das Ballett „Petruschka“, und am 29. Mai 1913 kam es zur berühmt- berüchtigten Uraufführung von „Le sacre du printemps“, in deren Verlauf es im Zuschauerraum zu tumultartigen Szenen kam. Mit diesen drei Balletten hatte sich Strawinsky innerhalb weniger Jahre als der führende junge russische Komponist in Westeuropa etabliert. Sie sind musikalisch gekennzeichnet durch ihre dissonanten Klanghäufungen, der rhythmischen Intensität und durch schrille Instrumentierung.
„Der Feuervogel“ entstand 1909 und hat den Weltruhm des Komponisten begründet. Die Handlung basiert auf den zwei russischen Volksmärchen „Der Feuervogel“ mit der Figur des Märchenhelden Iwan Zarewitsch und „Der Zauberer Koschtschei“ mit der mythologischen Gestalt des unsterblichen Koschtschei.
Prinz Iwan fängt im Zaubergarten des Menschenfressers Koschtschei den Feuervogel und lässt diesen gegen Überlassung einer magischen Feder wieder frei. Im mondbeschienenen Park tanzen Prinzessinnen. Prinz Iwan verliebt sich in eine von ihnen und folgt ihr in das Schloss. Koschtschei will ihn zu Stein verwandeln. Iwan ruft mittels der Feder den Feuervogel herbei und erfährt das Lebensgeheimnis des Menschenfressers, so dass er diesen töten kann und alle seine Gefangenen und Verzauberten frei werden. Die Prinzessin, der er gefolgt ist, ist eine Zarentochter und er heiratet sie.

Petrushka (1910–11, rev. 1946–47)
Burleske Szenen (Ballett) in vier Bildern für Orchester. Szenarium von Alexandre Benois und Igor Strawinsky
„Petrushka“ ist der zweite Ballettauftrag an Strawinsky nach dem „Feuervogel“, bestimmt für die Pariser „Saisons Russes“ des Sommers 1911. Die Uraufführung fand am 13. Juni statt. Die Handlung, kurz zusammengefasst: Jahrmarktsgetümmel in Sankt Petersburg. Ein Puppenspieler betritt die Szenerie. Die Marionetten erwachen zum Leben. Zwischen Petrushka, einer Ballerina und einem Mohren entspinnt sich ein Spiel um Verführung und Eifersucht, das tödlich endet. In Petrushka mischt sich das reale Leben auf dem Jahrmarkt mit dem Spiel der Marionetten, wobei aus dem anfänglichen Puppentheater schließlich eine wirkliche Tragödie wird. Den Jahrmarkt schildert Strawinsky durch Anklänge an russische Volkstänze musikalisch sehr anschaulich. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen jedoch, wenn aus den Puppen richtige Menschen zu werden scheinen. Das Ballett ist unterteilt in drei stilistisch unterschiedliche Bilder. Der Jahrmarkt als erstes und letztes Bild rahmt die Handlung des Marionettentheaters ein – Petrushkas unerwiderte Liebe zur Ballerina als zweites und die Szene beim Mohren als drittes Bild. Strawinsky verwendet hierfür eine spezielle Form der Collage, die Schablonentechnik: Aus einem Klangteppich heben sich Einzelszenen durch ihre charakteristischen Motive und Rhythmen hervor.

Le Sacre du printemps
Bilder aus dem heidnischen Russland in zwei Teilen

Strawinskys „Sacre“ brach bei der Uraufführung 1913 völlig unerwartet in die Welt der Musik und des Tanzes ein und verursachte einen der größten Aufführungsskandale der Musikgeschichte. Es begeistert auch heute noch, nach einhundert Jahren, durch seine schiere Kraft, seine unerbittliche rhythmische Dynamik, aber auch durch die Poesie des Klangs. Die permanent wechselnden rhythmischen Metren machen das Werk für alle beteiligten Musiker zu einer handwerklichen Herausforderung der Extraklasse. Die Idee zum „Frühlingsopfer“ hatte Strawinsky schon sehr früh: „Als ich in St. Petersburg die letzten Seiten des Feuervogels‘ niederschrieb, überkam mich eines Tages – völlig unerwartet – die Vision einer großen heidnischen Feier: Alte weise Männer sitzen im Kreis und schauen dem Todestanz eines jungen Mädchens zu, das geopfert werden soll, um den Gott des Frühlings günstig zu stimmen. Das war das Thema von ,Le sacre du printemps‘.“ 1911 war Strawinsky nach Russland gereist und hatte auch die Künstlerkolonie Talaschkino besucht, wo er Material sammelte, Volkslieder notierte und mit dem Bühnenbildner Nicholas Roerich die Geschichte von einem Frühlingsfest russischer Stämme entwarf. Das Ballett beschreibt ein Frühlingsopfer im heidnischen Russland. In diesem Ritual wird eine Jungfrau dem Frühlingsgott zur Versöhnung geopfert. Das Ballett teilt sich in zwei Teile. Im ersten Teil, der „Anbetung der Erde“, wird das rituelle Opfer vorbereitet: Verschiedene Stämme kommen zusammen. Das eigentliche Opfermotiv ist in diesem ersten Teil noch ausgespart, stattdessen werden die rivalisierenden (Kampf-)Spiele zwischen den Stämmen und Geschlechtern dargestellt und vertont. Erst im zweiten Teil, überschrieben mit „Das Opfer“, wird der Blick auf das Schicksal einer einzelnen, auserwählten Jungfrau fokussiert, die sich nach einem Verherrlichungs- und Ahnenritual zu Tode tanzt. Strawinsky selbst meinte dazu: „Im ‚Sacre du Printemps‘ wollte ich die leuchtende Auferstehung der Natur schildern, die zu neuem Leben erweckt wird [...], die Auferstehung der ganzen Welt.“

Kölner Philharmonie

Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Die Eintrittskarte ist Fahrausweis im erweiterten VRS-Netz (2. Klasse) ab 4 Stunden vor der Veranstaltung bis 10:00 Uhr des Folgetages.

August 2022

So
21.
Aug
Sonntag, 21. August 2022 | 18:00 Uhr | Kölner Philharmonie

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Ballettmusiken für Sergei Djagilew

Konzert | Igor Strawinsky

Les Siècles | © Ansgar Klostermann
Sonntag, 21. August 2022 | 18:00 Uhr | Kölner Philharmonie

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