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Klaus Mäkelä | Dirigent
© Marco Borggreve

Concertgebouworkest

Konzert | Saariaho & Mahler | Kölner Philharmonie

Klaus Mäkelä, Dirigent


Kaija Saariaho (*1952)
Orion

Kaija Saariaho, die 1952 in Helsinki geboren wurde, erhielt schon früh Orgel- und Klavierunterricht, interessierte sich jedoch gleichermaßen für die Bildende Kunst und begann nach ihrem Abitur parallel Malerei und Musikwissenschaft zu studieren. Von 1976 bis 1980 absolvierte sie dann ein Kompositionsstudium an der Sibelius-Akademie bei Paavo Heininen. 1980 lernte sie Brian Ferneyhough kennen und setzte die Ausbildung bei ihm und bei Klaus Huber an der Freiburger Musikhochschule fort. Seit 1982, als sie erstmals an den Kursen des Pariser IRCAM teilnahm, arbeitet Kaija Saariaho regelmäßig mit elektroakustischen Mitteln. Wesentliches Merkmal ihres Schaffens ist ein synästhetischer Ansatz: Oftmals gehen ihre Werke von literarischen Texten oder von Phänomenen der Natur und der Wissenschaft aus. Mit „Verblendungen“ für Orchester und Tonband (1982/84, angeregt durch Canettis Roman „Die Blendung“) sowie „Lichtbogen“ für Kammerensemble und Live-Elektronik (1985/86) erlebte sie ihren internationalen Durchbruch. Für Gidon Kremer schuf Saariaho das Violinkonzert „Graal Théâtre“ (1995), für Dawn Upshaw den Liedzyklus „Château de l’Âme“ (1996), für die New Yorker Philharmoniker das Chor-Orchesterwerk „Oltra mar“ (1999). Ihre erste Oper „L’Amour de loin“ wurde im Jahr 2000 bei den Salzburger Festspielen herausgebracht, es folgten weitere Bühnenwerke wie „Adriana mater“ an der Opéra de Paris und „La Passion de Simone“ in Wien. Weitere Uraufführungen galten dem Cellokonzert „Notes on Light“ (Boston Symphony Orchestra) und dem Streichquartett „Terra Memoria“, das vom Emerson Quartet aus der Taufe gehoben wurde. 2010 wurde Saariahos Oper „Émilie“ uraufgeführt, 2016 folgte die Oper „Only the Sound Remains“, 2021 die Oper „Innocence“. Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die Kaija Saariaho zuteilwurden, zählen der Kranichsteiner Musikpreis (1986), der Prix Italia (1988), der Ars Electronica Preis (1989), der Nordic Music Prize (2000), der Grawemeyer Award (2003) und der Heidelberger Künstlerinnenpreis (2009). 2011 bekam sie den Léonie-Sonning-Musikpreis, außerdem den Grammy Award für die Einspielung ihrer Oper „L'Amour de loin“ durch das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und den Rundfunkchor Berlin unter der Leitung von Kent Nagano. 2021 wurde sie mit dem Goldenen Löwen der Musikbiennale von Venedig für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Ehrendoktorwürden erhielt sie von den Universitäten in Turku und Helsinki. Die Werke der finnischen Komponisten bevorzugen das Sublime; und nicht selten wird man – neben Einflüssen vorwiegend aus der französischen Spektralmusik – darin Züge des Spirituellen finden, wie sie gleichfalls bei Olivier Messiaen begegnen. Nicht minder wesentlich für die Stücke Saariahos ist die Klangfarbe, die Konstitution des Klanges selbst und seine zahlreichen Metamorphosen; darin ist sie eine berechtigte Erbin von Claude Debussy. Auch in ihrem Orchesterwerk „Orion“, das Kaija Saariaho 2002 für das Cleveland Orchestra und seinen Dirigenten Franz Welser-Möst geschrieben hat, finden sich zahlreiche solcher klanglichen Finessen. Das etwa 22-minütige Stück ist inspiriert durch den mythischen Jäger, der als sterblicher Sohn des Poseidon ein quasi menschliches Schicksal erduldete, letztlich aber von den Göttern in den Himmel erhoben wurde. Alte Lexika preisen sein Sternbild als das schönste am winterlichen Himmel. Aus diesem Assoziationspotential schöpft Kaija Saariaho gleißende Klänge, die sich drei wechselnden Perspektiven aussetzen: Dem Klagelaut eines Memento Mori („Bedenke, dass du sterben musst“), dem entmaterialisierten, kalten Schwebezustand zu beiden Seiten des Äquators und einer eilenden Jagd. Insgesamt bestimmt der Dualismus von hektischer Bewegung des rastlosen Jägers und einer ruhigen Statik des Himmelskörpers das dreisätzige Werk. Die subtilen Klangbilder kommen aus einem fein gesponnenen Geflecht vieler Einzelstimmen.

Gustav Mahler (1860-1911)
Sinfonie Nr. 6 a-Moll
»Tragische«

Gustav Mahler wurde als Sohn eines jüdischen Kaufmanns im böhmischen Kalischt, einem kleinen Marktflecken in der Nähe der böhmisch-mährischen Grenze, geboren. Am Wiener Konservatorium konnte er nur studieren, weil sich ein Lehrer bereitfand, einen Teil der Studiengebühren zu übernehmen. Als Kapellmeister fand er in Leipzig und Budapest eine Anstellung. 1891 wurde er als erster Kapellmeister nach Hamburg berufen. 1897 errang Mahler für die Dauer von 10 Jahren die begehrte Stelle des Hofoperndirektors in Wien. Dort wurde er immer wieder wegen seiner künstlerischen Tätigkeit und seiner jüdischen Herkunft angefeindet. Dennoch leitete er die Hofoper mit großem Erfolg. Aber die Anforderungen dieses Musikbetriebes brachten es auch mit sich, dass er sich lediglich in den Ferienmonaten intensiv mit seinen Kompositionen beschäftigen konnte. 1907 legte Mahler, der andauernden Auseinandersetzungen müde, die Leitung der Hofoper nieder, auch um sich verstärkt seinem kompositorischen Schaffen widmen zu können. Doch noch im gleichen Jahr schloss er einen Vertrag mit der Metropolitan Opera in New York und begann am Neujahrstag des Jahres 1908 mit „Tristan und Isolde” seine Dirigententätigkeit in den Vereinigten Staaten. 1911 gab er sein letztes Konzert in New York, wenige Monate vor seinem Tod. Mahlers sechste Sinfonie entstand in den Jahren 1903 und 1904. Im September 1904 wurde das Particell in Maiernigg am Wörthersee beendet, wo Mahler sich eine Villa und ein „Komponierhäusl“ hatte bauen lassen und wohin er sich seit 1899 zum Komponieren zurückzuziehen pflegte. Diese Zeit war – nach den Worten seiner Frau Alma – die glücklichste Zeit ihrer jungen Ehe. Dass dennoch gerade diese Sinfonie den Beinamen „Tragische“ erhielt, erklärte Alma so: „Die Sechste ist sein allerpersönlichstes Werk und ein prophetisches obendrein. Er hat mit den Kindertotenliedern wie auch mit der Sechsten sein Leben 'anticipando' musiziert.“ Als Vorahnung des Katastrophensommers von 1907 also deutete sie dieses Werk – als Vorahnung jenes Sommers, in dem die vierjährige Tochter Anna starb, in dem die wenige Jahre später zum Tod führende Herzkrankheit Mahlers erkannt wurde und in dem er nach heftigen Intrigen und einer Pressekampagne die Leitung der Wiener Hofoper aufgab. Die fünf Eingangstakte spielen sofort vom Beginn des energischen Kopfsatzes „heftig, aber markig“ einen Marschrhythmus an, der in mancherlei Modifikationen im Verlauf der Sinfonie immer wiederkehrt. Mit großer Lautstärke setzt das prägnante, knapp formulierte erste Hauptthema ein, das in der folgenden Verarbeitung mannigfach verwandelt wird. Nach einer ruhigen Überleitung mit chromatischen Elementen und choralartigen Motiven tragen die ersten Violinen das leidenschaftliche, fast hymnische zweite Thema vor, mit dem der Komponist angeblich seine Frau charakterisieren wollte. Die Exposition wird wiederholt und dann in einer erregenden Durchführung kunstvoll verarbeitet. Diese wird allerdings durch ein überraschendes Zwischenspiel unterbrochen. Zarte Celestaklänge, Glocken und Schalmeien beschwören die Vision einer friedlichen Alm-Landschaft. Doch die Idylle bleibt Episode. In der gegenüber der Exposition stärker modifizierten Reprise beginnt das Ringen von neuem. Mit einer wilden Attacke kündigt die Pauke die letzte Steigerung des Satzes in Gestalt der Coda an. Auch der zweite Satz, ein Scherzo („Wuchtig“) lebt vom Kontrast. Mal kommt die Musik aufstampfend daher, wobei der Marschrhythmus des ersten Satzes anklingt, mal tanzt sie nach der Weise des Volksliedes „altväterlich, graziös“, nie jedoch fehlen ironisch-parodistische Tupfer. Und doch zeigen das unstete Hin und Her der häufigen Taktwechsel, das Schwanken der Dynamik, die teilweise grellen Effekte der vielfältigen Schlaginstrumente eine letztlich unaufgelöste Spannung an. Einen gänzlich anderen Charakter weist das an dritter Stelle platzierte Andante auf, einer jener für Mahlers sinfonisches Schaffen so charakteristischen ge

Kölner Philharmonie

Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Die Eintrittskarte ist Fahrausweis im erweiterten VRS-Netz (2. Klasse) ab 4 Stunden vor der Veranstaltung bis 10:00 Uhr des Folgetages.

August 2022

Mi
31.
Aug
Mittwoch, 31. August 2022 | 20:00 Uhr | Kölner Philharmonie

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Klaus Mäkelä | Dirigent | © Marco Borggreve
Mittwoch, 31. August 2022 | 20:00 Uhr | Kölner Philharmonie

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