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The Cleveland Orchestra
© Roger Mastroianni

The Cleveland Orchestra

Konzert | Strauss & Berg | Kölner Philharmonie

Franz Welser-Möst zählt zu den großen Dirigenten unserer Zeit, seit 20 Jahren ist er inzwischen Chef beim Cleveland Orchestra, einem der bedeutendsten amerikanischen Orchester.

Franz Welser-Möst, Dirigent



Richard Strauss(1864-1949)
Macbeth op. 23 TrV 163
Tondichtung für großes Orchester nach Shakespeares Drama

Der gebürtige Münchener Richard Strauss erhielt den ersten Musikunterricht von Kollegen seines Vaters, der als hochgeschätzter Hornist dem Hoforchester angehörte und später auch als Professor an der Musikakademie wirkte. Noch bevor seine Gymnasialzeit zu Ende gegangen war, wurde Strauss der Münchener Öffentlichkeit als hoffnungsvolles Kompositionstalent vorgestellt. In einem Konzert der Musikalischen Akademie dirigierte Hermann Levi die d-Moll-Sinfonie, die Strauss als Sechzehnjähriger komponiert hatte. Seine Karriere als Dirigent begann in Meiningen, wo er 1885 die Leitung der berühmten herzoglichen Kapelle übernahm. Die ersten nachhaltigen Erfolge als Komponist errang der junge Strauss mit seinen an Berlioz und Liszt anknüpfenden Sinfonischen Dichtungen. Nach den Reiseeindrücken „Aus Italien“ und „Macbeth“ nach Shakespeare schuf er 1888 mit dem „Don Juan“ sein erstes Meisterwerk. Die Verse von Nikolaus Lenau entsprachen dem Lebensgefühl des 24-jährigen Komponisten: „Hinaus und fort nach immer neuen Siegen, solang der Jugend Feuerpulse fliegen.“ Die ein Jahr später entstandene Tondichtung „Tod und Verklärung“ fand sogar den Beifall des Wiener Kritikerpapstes Hanslick. Um die Jahrhundertwende entstanden die ebenso umjubelten wie heftig umstrittenen Tondichtungen „Also sprach Zarathustra“, „Don Quixote“, „Ein Heldenleben“ sowie die „Sinfonia domestica“. Doch inzwischen hatte sich Strauss erneut der Oper zugewandt, die zum Zentrum seines späteren kompositorischen Schaffens wurde. Die Fülle der erfolgreichen Werke machte Strauss zum führenden Repräsentanten des Musiktheaters in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er starb am 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen. Im Werkverzeichnis von Strauss taucht die Tondichtung „Macbeth“ zweimal auf: Zwischen der ersten Fassung aus dem Jahr 1887, die „auf Bülows Rat erst umgearbeitet werden mußte, um richtigen Stilprinzipien des echten Programmmusikers zu entsprechen“, und der zweiten zwei Jahre später aufgeführten Fassung waren schon zwei weitere Orchesterwerke entstanden , der „Don Juan“ sowie „Tod und Verklärung“. Die Anregung zu dieser „Tondichtung nach Shakespeares Drama“ erhielt der junge Hofkapellmeister Strauss durch eine Aufführung der Tragödie auf der Meininger Bühne, die den eifrigen Theaterbesucher stark beeindruckte. Strauss' Ziel war die musikalische Verdichtung der fünf Akte des Shakespeareschen Dramas auf ein „Ton-Bild“, in dessen Mittelpunkt die beiden Hauptgestalten der Handlung stehen: Der von Machtgier besessene Macbeth und die Lady Macbeth als die Schicksalsgenossin des Mörders und die Triebkraft hinter seinen Verbrechen. Strauss verzichtete bei seinem „Macbeth“ auf die Veröffentlichung eines detaillierten Programms. Er beschränkte sich darauf, an zwei markanten Stellen der Partitur Motivbezeichnungen einzutragen. Beim Erscheinen von Macbeth' trotzigem, in mächtigen Intervallsprüngen ausgreifenden Hauptthema, das später fahl und schauerlich von den Bassinstrumenten aufgegriffen wird, ist der Name des Helden vermerkt. Später beim ersten Auftreten des grellen, von den Holzbläsern vorgetragenen Themas der Lady hat Strauss die folgenden von ihr gesprochenen Verse notiert: „O eile! Eile her, damit ich meinen Geist in deinen gieße, durch meine tapfere Zunge diese Zweifel und Furchtgespenster aus dem Felde schlage, die dich wegschrecken von dem goldenen Reif, womit das Glück dich gern bekrönen möchte.“ Das Werk ist eines der wenigen Stücke von Strauss, die eine konzeptionelle Umdeutung erfahren haben: Die ursprüngliche Version hatte einen strahlenden D-Dur-Schluss und ließ das Stück mit dem Triumphmarsch der Truppen Macduffs nach der Niederlage von Macbeth enden. Auf den Einspruch seines Gönners Hans von Bülow hin änderte Strauss diesen Schluss zu einem Ausklang in düsterem und damit dem tragischen Charakter des Werkes entsprechenden d-Moll.

Alban Berg(1885-1935)
Lyrische Suite für Streichquartett
Fassung der Sätze 2-4 für Streichorchester (1928)

Alban Berg fand als Sohn eines Buchhändlers früh den Kontakt zur Literatur. Um 1900 wandte er sich jedoch der Musik zu und schrieb nach autodidaktischen Studien erste Kompositionen. Es entstanden knapp einhundert (nicht veröffentlichte) Lieder und Duette, welche die Aufmerksamkeit Arnold Schönbergs auf sich zogen. Dieser nahm den Beamten des Rechnungswesens ab Oktober 1904 als Kompositionsschüler an. Erst mit Hilfe einer Erbschaft im Jahr 1906 konnte sich Berg vollständig der Musik zuwenden. Zusammen mit dem langjährigen Freund Schönberg und dem Studienkollegen Anton Webern bildete Berg das „Zentrum“ der Wiener Zwölftonschule, die sogenannte „zweite Wiener Schule“. Berg wandte sich jedoch erst 1928 der Zwölftonmusik zu, nachdem er mit seinem Streichquartett op. 3 (1910) den Schritt zur Atonalität vollzogen hatte. Als Kompositionslehrer beeinflusste er nachhaltig die folgende Generation. Berg konnte im Dezember in Wien noch die Aufführung seiner „Lulu-Suite“ erleben; er starb unerwartet am Weihnachtsmorgen an einer zu spät erkannten Blutvergiftung. In seinen Kompositionen erreichte Alban Berg ein schöpferisches Gleichgewicht von Inspiration und Konstruktion. Seine wenigen Werke entstanden nach jeweils langwierigen Reifeprozessen und sind durchweg von motivischer Arbeit, bewusster Planung und Organisation des Tonmaterials durchdrungen. Die 1925/26 entstandene „Lyrische Suite“ für Streichquartett ist nicht nur Bergs bedeutendste Komposition auf dem Gebiet der Kammermusik, sie bezeichnet zugleich einen Wendepunkt in Bergs Schaffen: Erstmals übernahm er Schönbergs Verfahren der sogenannten Reihentechnik, das Komponieren mit „zwölf aufeinander bezogenen Tönen“. Er wandte diese Methode in dem sechssätzigen Werk jedoch nicht durchgehend an, sondern nur in vier Sätzen – und in zweien davon nicht durchgängig. Die „Lyrische Suite“ ist wie kaum ein anderes Werk Bergs durchzogen von thematischen Querverbindungen und kryptischen Anspielungen, von zahlensymbolischen Strukturierungen. Zwar widmete der Komponist das Werk Alexander Zemlinsky, aus dessen „Lyrischer Sinfonie“ er ein Zitat einbaute, heute was man jedoch, dass die heimliche Widmungsträgerin Hanna Fuchs-Robertin in Prag war, was aus erst spät entzifferten tonsymbolischen Bezügen hervorgeht. Auf Wunsch seines Verlegers richtete Berg 1928 die Sätze zwei bis vier der Suite für Streichorchester ein. Die Uraufführung fand am 31. Januar 1929 in Berlin statt. Theodor W. Adorno, Bergs Kompositionsschüler, urteilte, in der „Lyrischen Suite“ stecke eine latente Oper. In der Tat ist das Werk weniger als Streichquartett im traditionellen Sinne konzipiert, denn vielmehr als „Begleitung dramatischer Vorgänge“, so dass die Übertragung der drei Sätze auf den Klang des Streichorchesters der Innendramatik der Musik gemäß erscheint. Der erste Satz, „Andante amoroso“, trägt zunächst den Charakter des Lieblichen, steigert sich aber dann zu leidenschaftlichem Ausdruck, um gegen Ende zur Zartheit des Anfangs zurückzukehren. Drei scharf umrissene Themen rücken ihn formal in die Nähe des Rondos. In großem Kontrast dazu steht der zweite Satz („Allegro misterioso“). Geheimnisvolle Klanggestalten, hervorgerufen durch Spiel mit Dämpfer und umgekehrtem Bogen (col legno), huschen atemlos vorüber, wobei die spürbare innere Erregung dem Ganzen den Charakter des Unheimlichen gibt. Der von lyrisch-leidenschaftlicher Ausdruckskraft geprägte dritte Satz, „Adagio appassionato“, enthält das Zemlinsky-Zitat, das in dessen Sinfonie zu den Worten „Du bist mein Eigen, mein Eigen“ erklingt.

Richard Strauss
Suite aus der Oper "Der Rosenkavalier" TrV 227d
für Orchester zusammengestellt von Franz Welser-Möst

Nachdem Strauss mit „Salome“ und „Elektra“ die antiken Stoffe für die Oper ausgereizt hatte, tauchte bereits kurz nach der „Elektra“-Premiere 1909 die Ide

Kölner Philharmonie

Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Die Eintrittskarte ist Fahrausweis im erweiterten VRS-Netz (2. Klasse) ab 4 Stunden vor der Veranstaltung bis 10:00 Uhr des Folgetages.

September 2022

Mo
05.
Sep
Montag, 05. September 2022 | 20:00 Uhr | Kölner Philharmonie

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Franz Welser-Möst zählt zu den großen Dirigenten unserer Zeit, seit 20 Jahren ist er inzwischen Chef beim Cleveland Orchestra, einem der bedeutendsten amerikanischen Orchester.

The Cleveland Orchestra | © Roger Mastroianni
Montag, 05. September 2022 | 20:00 Uhr | Kölner Philharmonie

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