Renoir. Rococo Revival

Frau mit Fächer | Renoir | © Städel Museum Frankfurt

Städel Museum Frankfurt

Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts
Pierre-Auguste Renoir ist einer der herausragenden Maler des französischen Impressionismus – und weit mehr als das. Das Städel Museum befasst sich in einer groß angelegten Sonderausstellung erstmals intensiv mit den überraschenden Bezügen seiner Kunst zur Malerei des Rokoko.

Programm

Donnerstag, 16. Juni 2022

Pierre-Auguste Renoir (1814- 1919) gilt als einer der Schöpfer des Impressionismus. Dem ausgebildeten Porzellanmaler war die Motivwelt von Künstlern wie Jean-Antoine Watteau, Francois Boucher und Jean-Honoré Fragonard, also jenen Künstlern, die das Rokoko maßgeblich prägten, bestens bekannt. So übertrug er Szenen unbeschwerter Stunden, galante Feste und Schäferstündchen nach Vorlagen auf das weiße Gold – anspruchsvolle Malarbeiten, die ihm schon früh anvertraut wurden.
Seine künstlerischen Vorbilder waren jedoch Gustave Courbet und Diaz de la Pena. Und mit Claude Monet, Alfred Sisley und Eduard Manet schloss er Freundschaft, also mit Künstlern, die sich aus ihren Ateliers hinauswagten und in ihren Bildern den Eindruck eines Augenblicks oder eine flüchtige Erscheinung des Lichts festhielten. Renoir liebte es, nach dem Leben zu malen und Lebensfreude darzustellen. Wie kaum einem anderen, gelang es ihm dabei, spielerisch Lichtakzente zu setzen sowie Alltagszenen etwas Gefühlvolles und Märchenhaftes zu verleihen.
Doch ein Revolutionär war nicht. Vielmehr verstand er seine Kunst als Fortführung dessen, was alte Meister geschaffen hatten. Mit dem Rokoko teilte er die Vorliebe für bestimmte Themen wie z. B. das Flanieren in Parkanlagen, die Rast im Freien oder das Gartenfest. Zudem widmete er sich der Darstellung häuslicher Szenen und dem familiären Miteinander, aber auch intimen Momenten wie dem Baden, Lesen oder Musizieren.
Seine Orientierung an der Motivwelt des Rokokos und sein Interesse an dessen lockeren und skizzenhaften Malweise sowie der leuchtenden Palette dieser Werke war wohl auch dadurch motiviert, dass er, aus einfachen Verhältnissen stammend, seine Werke verkaufen musste. Denn das Rokoko (1730-1780), das nach der französischen Revolution (1789) als dekadent verpönt war, verklärten die Franzosen nach den napoleonischen Kriegen und am Ende des Kaiserreiches (1870) als goldenes Zeitalter.
Indem der Kunst Renoirs und seiner Zeitgenossen - Edgar Degas, Edouard Manet, Claude Monet oder Berte Morisot – treffend Werke des 18. Jahrhunderts gegenüberstellt werden, wird in der Ausstellung versucht, sichtbar zu machen, dass der Impressionismus in komplexer Weise das Rokoko rezeptiert. Zu sehen sind 120 herausragende Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte.

Leistungen


Abfahrtszeit: 08:30 Uhr

Fahrt im modernen Reisebus
Einführung während der Fahrt
Begleitung
Eintritt und professionelle Führung im Museum

Preise

Preis :
EUR 90.00

Veranstalter

Theatergemeinde Köln

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung.

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