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Arbeit. Rausch. Natur

Die Spielzeit 2022/23 im Schauspiel Köln

Sonnenschein über dem Carlsgarten. Bei strahlendem Wetter präsentieren dort Stefan Bachmann und sein Team die neue Spielzeit des Schauspiel Köln. Ganz bewusst haben sie diesen Ort gewählt, um ihre Verbundenheit mit dem Stadtteil Mülheim zu unterstreichen. Denn in naher Zukunft geht es schon wieder zurück auf die andere Rheinseite. Dass aber nach dem Umzug das Depot als Theater-Standort erhalten bleibe, dafür wolle man sich stark machen, so betont Bachmann. Immerhin läuft der Theaterbetrieb dort bereits seit 10 Jahren.

Was Mülheim als Stadtteil ausmacht, ist seine Vielfalt. Und genauso vielfältig wird auch das Programm in der kommenden Saison. Ganze acht Uraufführungen wird es in der kommenden Saison geben, das Ballet of Difference nicht mit eingerechnet, dazu eine Deutsche Erstaufführung sowie Neuinterpretationen von Klassikern.

Das Schauspiel startet die Saison nicht pompös, sondern im kleinen Saal mit dem Stück „Once I lived with a stranger. Ein Phantombild in 28 Tagen“ von Marie Schleef. Eine Frau hat das Gefühl, in ihrer neuen Wohnung nicht alleine zu sein.

„König Lear“, Premiere Ende September, wird das Abschiedsstück für Martin Reinke. Regie führt Rafael Sanchez.

Stefan Bachmann steigt Ende September mit dem Stück „Der eingebildete Kranke“ ein, in einer Überschreibung von Barbara Sommer und Plinio Bachmann. Hier gibt es ein Wiedersehen mit einem bekannten Gesicht: Die Schauspielerin Anja Lais kehrt zurück in das Ensemble des Schauspiel Köln.

Der Oktober bringt ein Crossover-Projekt zu Oscar Wildes „Dorian Gray“ – „Love me more (AT)“ – die israelische Choreografin Saar Magal ist hier federführend. Um Macht und Dominanz geht es in „Wenn wir einander ausreichend gequält haben“ von Martin Crimp. Hier führt Thomas Jonigk Regie.

Im November folgt eine Zusammenarbeit von Schauspiel Köln mit dem Kölner Ensemble Futur3. Thema ist der „Holodomor“ – Der Mord durch Hunger – ein wenig bekanntes Verbrechen der Sowjetunion in der Ukraine in den 1930er Jahren. Auf die Inszenierung von „Die Revolution lässt ihre Kinder verhungern“ darf man sicherlich gespannt sein.

Thomas Jonigk ist nicht nur Regisseur am Schauspiel Köln, sondern vor allem auch als Theaterautor tätig. Seine Überschreibung von „Phaedra“ bringt Regisseur Ersan Mondtag im November auf die Bühne. Im Dezember folgt „Helges Leben“ von Sibylle Berg unter der Regie von Saliha Shagasi mit dem Import Export Kollektiv. Im selben Monat gibt es auch eine neue Arbeit des Regisseurs Moritz Sostmann – er inszeniert „Vor Sonnenaufgang“ von Ewald Palmetshofer.

Der Regisseur Nuran David Calis ist für seine Zusammenarbeit von Expert:innen und Schauspieler:innen wie in „Die Lücke“ oder „Mölln 92/93“ bekannt. Für „Exil“ beschäftigt er sich mit dem Thema, wie ein Leben fern der Heimat und der eigenen Kultur funktionieren kann. Premiere ist im Januar. Auf Pinar Karabuluts Inszenierung von Kafkas „Prozeß“ darf man sicherlich gespannt sein. Die Regisseurin inszenierte in der vergangenen Saison unter anderem die Online-Serie „Edward II“ sowie für die Bühne „Richard Drei“.

Stefan Bachmann hat die Ehre, nach „Reich des Todes“ ein weiteres Werk von Rainald Goetz als Uraufführung inszenieren zu dürfen. „Johann Holtrop“ ist ein Stück über einen erbarmungslosen Karrieristen.

Um das Automatenmotiv aus „Leonce und Lena“ geht es in „Meta“, einer Produktion von Robert Borgmann und Nazanin Noori (123 Ceremony), Premiere 3. März. Ende des Monats dann die Premiere einer Romanadaption von Ágota Kristóf. Zum Ende der Saison widmet sich Lucia Biehler, die in der vergangenen Saison mit ihrer Arbeit „Orlando“ brillierte, den „Troerinnen“.

Auch ein Stadtprojekt wird es im Mai 2023 geben: „Hinter den Zimmern (AT)“ geben. Roman Senkl entwickelt für das Schauspiel Köln ein digitales Stadtprojekt mit hybriden Anteilen. Abgerundet wird die Spielzeit mit weiteren Projekten und Festivals wie „Britney X“ oder der Gesprächsreihe „Eva and the apple“.

Kaum mehr wegzudenken im Depot ist das Ballet of Difference unter der Leitung von Richard Siegal. Die Kooperation mit dem Schauspiel Köln konnte nun glücklicherweise bis Ende Dezember 2023 verlängert werden. Fünf Produktionen sind in der Saison 2022/23 geplant – die Wiederaufnahman „Xerrox Vol 2“, „Triple“ und „Made two walking / made all walking”, und als Premieren „Ballet of (Dis)Obedience“ im März sowie „Body without organs“ im Mai 2023. Auch in der Oper Köln wird das BoD vertreten sein – bei dem Doppelabend „Der Zwerg / Petruschka“ im November.

Tanz-Kuratorin Hanna Koller stellte neun Gastspiele im Depot vor. Hier trifft man auf bekannte Namen wie La Veronal, Marco Goecke oder Sasha Waltz. Erstmalig stellt sich der Choreograf Serge Aimé Coulibaly aus Burkina Faso mit seiner Kompanie in Köln vor. Die Choreografin Anne Teresa de Keersmaeker kehrt mit einem Solo über Bachs Goldberg-Variationen auf die Bühne zurück.

Schauspiel Köln | © Carolin Obermüller

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