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Konzert

Dvorák & Bartók

Royal Concertgebouw Orchestra

Kölner Philharmonie

Tickets & Termine

Klaus Mäkelä | © Marco Borggreve
Klaus Mäkelä | © Marco Borggreve
Inhalt Jennifer Johnston, Mezzosopran (Judith)
Gerald Finley, Bass-Bariton (Blaubart)
Klaus Mäkelä, Dirigent


Antonín Dvorák (1841-1904)
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 B 141 (1884–85)

Als Antonín Dvorák 1884 den Auftrag erhielt, eine Sinfonie für die Londoner Philharmonic Society zu schreiben, hatte er sich bereits international etabliert. Der 1841 in Böhmen geborene Komponist war längst mehr als ein Protegé Johannes Brahms’. Seine Musik verband böhmische Melodik und rhythmische Eigenheiten mit einem ausgeprägten Sinn für sinfonische Dramaturgie. Dvorák wollte als Komponist seiner Heimat ernst genommen werden – und zugleich eine Musik schaffen, die nationale Grenzen überschritt.
Die 1885 uraufgeführte Siebte ist ein Werk von ungewöhnlicher Ernsthaftigkeit. Schon ihr Beginn in d-Moll verdichtet sich zu einer dunklen, drängenden Bewegung. Das Orchester scheint sich seinen Weg erst bahnen zu müssen. Lyrische Gedanken öffnen zwar Räume der Ruhe, doch die Spannung bleibt darunter spürbar.
Im zweiten Satz, einem Poco adagio, tritt Dvoráks Fähigkeit zu weit ausschwingendem Gesang hervor. Die Musik besitzt große Innigkeit, ohne je ins Behagliche abzugleiten. . Das Scherzo schließlich greift mit seinen rhythmischen Impulsen böhmische Tanzformen auf, doch die Bewegung wirkt bisweilen ungestüm, beinahe aufbegehrend. Die Lebensfreude ist nicht ungebrochen; im Tanz bleibt eine Unruhe spürbar, die über das bloß Folkloristische hinausweist.
Das Finale führt die Spannungen der vorangegangenen Sätze zusammen. Dvorák lässt musikalische Gedanken aufeinanderprallen und ringt um eine Schlusswirkung, die nicht als billiger Triumph erscheint. Wenn sich das Dunkel am Ende zu lösen beginnt, ist diese Wendung erkämpft.


Béla Bartók (1881-1945)
A kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg) Sz 48 op. 11 (1911, rev. 1912, 1918)
Oper in einem Akt. Libretto von Béla Balázs

Judith ist Blaubart in seine Burg gefolgt. Sie liebt ihn, will aber wissen, wer dieser verschlossene Mann ist. Sieben Türen soll sie öffnen dürfen. Dahinter liegen zunächst Folterkammer, Waffenkammer und Schatzkammer, später Garten und weite Landschaften. Was wie eine Folge düsterer Enthüllungen erscheint, wird zum Bild einer Seele, deren Geheimnisse sich nicht voneinander trennen lassen.
Bartóks Musik malt diese Räume nicht einfach aus, sondern lässt sie entstehen. Über dem Beginn liegt eine geheimnisvolle, beinahe körperlich spürbare Dunkelheit. Klangfarben schimmern auf, blitzen scharf hervor oder dringen wie aus weiter Ferne herüber. Der 1881 in Ungarn geborene Bartók war nicht nur Komponist, sondern auch ein leidenschaftlicher Erforscher der Volksmusik Osteuropas. Aus ihr gewann er ein Gespür für archaische Gesten und rhythmische Energie, das er mit einer für die Entstehungszeit modernen, bisweilen schneidend dissonanten Tonsprache verband.
Mit jeder Tür verändert sich die musikalische Atmosphäre. Als Judith die fünfte öffnet, entfaltet sich Blaubarts gewaltiges Reich in einem überwältigenden orchestralen Aufschwung. Doch je mehr sie erfährt, desto dringlicher wird ihre Frage nach den Frauen, die vor ihr in der Burg gelebt haben. Die siebte Tür führt schließlich nicht zur erhofften Nähe, sondern zur Trennung. Was Judith erkennen wollte, lässt sich nicht zurücknehmen. Blaubarts Geheimnisse werden sichtbar, aber nicht verständlich; das Wissen schafft keine Gemeinschaft, sondern besiegelt die Einsamkeit beider Figuren.
Das Royal Concertgebouw Orchestra, 1888 in Amsterdam gegründet, gehört zu den traditionsreichsten Klangkörpern Europas. Seine differenzierte Klangkultur und die besondere Sensibilität für orchestrale Farben kommen Dvoráks sinfonischer Erzählkunst ebenso zugute wie Bartóks subtil geschichteter Klangwelt. Am Pult steht Klaus Mäkelä, 1996 in Helsinki geboren, der zu den profilierten Dirigenten seiner Generation zählt und analytische Klarheit mit unmittelbarer musikalischer Energie verbindet.
In Bartóks Oper gestalten die britische Mezzosopranistin Jennifer Johnston als Judith und der kanadische Bassbariton Gerald Finley als Blaubart die beiden zentralen Partien.

Spielstätte

Kölner Philharmonie
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Ihre Eintrittskarte ist zugleich Hin- und Rückfahrkarte 2. Klasse im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

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Tickets & Termine

November 2026 (1)

Klaus Mäkelä | © Marco Borggreve
Klaus Mäkelä | © Marco Borggreve
15. Nov

So., 15. Nov · 20:00 Uhr

Royal Concertgebouw Orchestra

Jennifer Johnston, Mezzosopran (Judith) Gerald Finley, Bass-Bariton (Blaubart) Klaus Mäkelä, Dirigent Antonín Dvorák (1841-1904) Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 B 141 (1884–85) Als Antonín Dvorák 1884 den Auftrag erhielt, eine Sinfonie für die Londoner Philharmonic Society zu schreiben, hatte er sich bereits international...

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Nicht bestellbar

So., 15. Nov · 20:00 Uhr

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Konzert · Dvorák & Bartók

Kölner Philharmonie

Jennifer Johnston, Mezzosopran (Judith) Gerald Finley, Bass-Bariton (Blaubart) Klaus Mäkelä, Dirigent Antonín Dvorák (1841-1904) Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 B 141 (1884–85) Als Antonín Dvorák 1884 den Auftrag erhielt, eine Sinfonie für die Londoner Philharmonic Society zu schreiben, hatte er sich bereits international...

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