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Der Fall Woyzeck | Deutsch-Griechisches Theater

Nach Georg Büchner


Antonis ist vor sieben Jahren aus Griechenland nach Deutschland gekommen. Er hat einen Sprachkurs gemacht, arbeitet für den Arzt und den Hauptmann und hat eine Freundin, Marie, mit der er ein gemeinsames Kind hat. Er freut sich über die Willkommenskultur. In unserem heutigen Klima ist bei so einem Satz Obacht ratsam.
Das Stück hat keine stringente Handlung. Die Teile des Dramas sind fragmentarisch zusammengesetzt. Je weiter die Inszenierung fortschreitet, umso surrealer wird es. Antonis befindet sich in einem Fiebertraum. Ihm ist kalt, ganz kalt. Dann fühlt er sich heiß. Er glüht. Von außen wird er immer mehr als der Fremde gesehen. Es ist schwer zu entziffern, wann genau sich Antonis zu Woyzeck entwickelt. Regisseur Kostas Papakostopoulos hat seine Inszenierung nach Köln verlegt. Im Hintergrund werden verschiedene Orte aus Köln auf eine große Leinwand projiziert und in die Handlung mit eingebunden. Was freudig und vertrauensvoll anfängt, entwickelt sich immer mehr zum Abgrund hin. Bis Marie ins offene Messer läuft, welches Woyzeck ihr entgegenstreckt. War es Zufall? Ein schwelendes Grauen liegt in der Luft, alle Fröhlichkeit kann dies nicht überspielen. Zwischen den Zeilen fragt man sich, wie es denn wirklich um unsere Willkommenskultur steht.

Rebecca Jungbluth

Dienstag, 11. November 2025 | Kritiken

Der Fall Woyzeck | © Jennifer Fey

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