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Gershwin & Orff

Philharmonisches Orchester Hagen

Staatskapelle Halle | © Falk Wenzel
Staatskapelle Halle | © Falk Wenzel

Inhalt

Simon Haje, Klavier
Sebastian Lang-Lessing, Dirigent

Chor der Musikhochschule Köln
Opern- und Bachchor Hagen



George Gershwin (1898-1937)
Klavierkonzert “Rhapsody in Blue”


Carl Orff (1895-1982)
„Carmina Burana. Cantiones profanae“ – Lieder aus der Benediktbeurer Handschrift in lateinischer, altdeutscher und altfranzösischer Sprache für Soli, gemischten Chor, Kinderchor und Orchester

Carl Orff wurde am 10. Juli 1895 in München geboren. Erste musikalische Eindrücke und Unterweisungen erhielt er als Kind in seinem Elternhaus. Nach dem Gymnasium studierte er bis 1914 in München, war zwei Jahre Kapellmeister bei den Münchener Kammerspielen und 1918/19 bei den Theatern in Mannheim und Darmstadt. Seine frühen Kompositionen waren von Debussy, Strauss und Pfitzner beeinflusst. 1921 ergänzte Orff seine Studien bei Heinrich Kaminski und gründete 1924 in München eine Schule für Gymnastik, Tanz und Musik. Zusammen mit dem Klavierbauer Karl Maendler entwickelte er das „Orffsche Instrumentarium“ (verschiedene Arten von Schlagzeugen) zur Realisierung seines Schulwerks, das bis 1980 in 17 Sprachen übersetzt wurde. Orff war zudem Leiter des Münchener Bachvereins. Die 1937 entstandene „Carmina Burana“ sah er zu Recht als den Beginn seines eigenständigen Kompositionsstils an; bis auf wenige Ausnahmen zog er die davor entstandenen Werke zurück. Von 1950 bis 1960 leitete Orff eine Meisterklasse für Komposition an der Münchner Musikhochschule. 1961 übernahm er die Leitung des Orff-Instituts in Salzburg. Hochgeehrt starb er am 29. März 1982 in München.
Die berühmte szenische Kantate „Carmina Burana“ wurde am 08. Juni 1937 in der Oper Frankfurt uraufgeführt – ein Werk, das sich um das pralle Leben dreht. Zugrunde liegen ihm diverse Texte, aufgezeichnet um 1230 im Kloster Benediktbeuern. Carl Orff hatte 1934 in einem Würzburger Antiquariatskatalog die 1847 von Johann Andreas Schmeller herausgegebene Sammlung dieser Vagantenlieder entdeckt – und meinte darüber: „Was mich bewegte, war ausschließlich der mitreißende Rhythmus wie die Bildhaftigkeit dieser Dichtungen und nicht zuletzt die vokalreiche Musikalität und einzigartige Knappheit der lateinischen Sprache.“ Die „magische Gewalt“, mit der die derben Tanz- und Sauflieder, aber auch die zarten Frühlings- und Liebeslieder den Komponisten regelrecht „überfielen“, spiegelt sich in einer Musik von fesselnder Rhythmik bei zugleich raffinierter Schlichtheit. Der stimmgewaltige Chor „O Fortuna“, der die Wandelbarkeit des Glücks besingt, rahmt die Themenkreise „Frühling“, „Schenke“ und „Liebe“ ein. Orff zeigte sich übrigens einmal eher bescheiden auf die Frage, was ihm denn die Komposition seiner „Carmina Burana“ bedeutete: „Wenn heute die Carmina Burana – ich darf es ruhig sagen – in aller Welt gespielt wird, so ist mir meine Musik nicht so wichtig, sondern, dass die abendländische Kraft dieses Dichtwerks bindend verstanden wird, und dass dies wieder bindend wirkt.“ Dennoch gelang ihm mit der Vertonung der Vorlagen eines der beliebtesten, sinnlichsten und soghaftesten Stücke der Musikgeschichte. Die konzertante Aufführung konzentriert sich ganz auf das musikalisch reich ausgestattete Werk mit groß dimensioniertem Chor, Kinderchor, Gesangssolisten und einem vielfältig besetzten Orchester – und klanggewaltige Passagen kontrastieren dabei mit zarten und fragilen Tönen.

Text Heidi Rogge


Genre:
Konzert

Spielstätte

Kölner Philharmonie
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Ihre Eintrittskarte ist zugleich Hin- und Rückfahrkarte 2. Klasse im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

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