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Ab in den Schrank | Theater am Dom

Von Sébastien Castro


Youssouf hat beschlossen, selber für Gerechtigkeit zu sorgen und reißt die Wand zur Nachbarwohnung ein. Prompt steht er zwischen den Anzügen seines Nachbarn Martin. Genau so hat Youssouf das gewollt. Denn schließlich gehört nach Grundriss der begehbare Kleiderschrank zu seiner Wohnung. Was als kleines handwerkliches Projekt anfängt, führt zu einem winzigen Streit und artet aus in ein riesiges Verwirrspiel mit Katz-und-Maus-Elementen. Ein Stück, das dem Zuschauer Vorstellungsvermögen und Konzentration beziehungsweise ein gutes Namensgedächtnis abverlangt. Apropos Namen. Die sind sehr wichtig. Denn hätten Youssouf und Martin ihren diversen Damenbesuch zumindest einmal nach ihren Namen gefragt, wäre es bei weitem nicht so wirr geworden. Aber auch nicht so lustig. Und so promiskuitiv wie es sich anhört, ist es nicht. Es herrscht nur ein reges Treiben in den Wohnungen der beiden... und im Schrank. Regisseurin Stephanie Schimmer hat eine Komödie geschaffen, die alles enthält, was ein amüsanter Theaterbesuch braucht. Die Inszenierung lebt von Verwirrspiel und Wortwitz. So jagt eine Pointe die nächste. Getragen wird das Stück von einem gut eingespielten Ensemble. Und die Moral von der Geschicht'? Fragen Sie ihren Besuch immer nach ihrem Namen.
Rebecca Jungbluth

Mittwoch, 17. Dezember 2025 | Kritiken

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