Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator website Neugier auf … große Symphonik | Theatergemeinde KÖLN | Ihr Weg zur Kultur

Neugier auf … große Symphonik

Die Konzert-Kolumne von Sebastian Jacobs


Große Symphonik kann einen ganzen Kosmos entfalten, zwischen Intimität und Überwältigung changieren, sich in die feinsten Verästelungen verlieren und im nächsten Moment alles auf eine große Geste setzen. Vier Konzerte in der Kölner Philharmonie zeigen im Herbst, wie aufregend unterschiedlich dieses Genre klingen kann.

Den Anfang macht am 12. September Mahlers Neunte mit dem Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker. Auf historischen Instrumenten lässt sich Mahlers Klangwelt gleichsam aus nächster Nähe erleben: transparent, fragil, farbenreich – und immer mit jener eigentümlichen Spannung zwischen Abschied und Weiterleben, die Mahlers letztes vollständig von ihm verfasste Werk so einzigartig macht.

Am 1. November folgt mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Daniele Gatti Mahlers Sinfonie Nr. 10 – ein Werk am Rand des Verstummens, voller Risse, Abgründe und visionärer Momente. Dass Mahler nur Skizzen hinterließ, macht die Zehnte zu einem faszinierenden Grenzfall: Musik zwischen Fragment und Vollendung, zwischen dem, was geschrieben wurde, und dem, was sich nur erahnen lässt. Derryck Cooke hat sich dem Fragment angenommen und es im Sinne Mahlers ergänzt und spielbar gemacht.

Von hier führt der Weg am 18. November in die „Neue Welt“. Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig bringen Dvoráks Sinfonie Nr. 9 zum Klingen – Musik von großer melodischer Unmittelbarkeit, rhythmischer Energie und jener unverwechselbaren Mischung aus Fernweh und Heimatgefühl. Ein Stück, das seit seiner Entstehung nichts von seiner suggestiven Kraft verloren hat.

Und dann Brahms: Am 29. November widmen sich das Mahler Chamber Orchestra und Yannick Nézet-Séguin seiner Sinfonie Nr. 2. Sie wirkt heiterer, gelöster, fast pastoral – und ist doch von einer musikalischen Raffinesse, die sich erst beim genaueren Hinhören erschließt. Brahms lässt die Dinge leicht erscheinen, gerade weil er sie so kunstvoll miteinander verwoben hat.

Dienstag, 01. September 2026 | Kritiken

Notenblatt bunt | © Adobe Stock
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Mittwoch, 18. November 2026 | 20:00 Uhr | Kölner Philharmonie

Gewandhausorchester Leipzig

»Aus der Neuen Welt«

Konzert | Smyth, Tschaikowsky & Dvorák

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