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Schubert & Rossini

Freiburger Barockorchester

Pablo Heras-Casado | © Javier Salas
Pablo Heras-Casado | © Javier Salas

Inhalt

Julie Fuchs, Sopran
Männerstimmen des Collegium Vocale Gent
Pablo Heras-Casado, Dirigent


Franz Schubert (1797 - 1828)
Ouvertüre »im italienischen Stile« C-Dur op. post. 170 D 591 (1817)
für Orchester

Gioachino Rossini (1792-1868)
La morte di Didone (1811)
Kantate für Sopran, Chor und Orchester

Franz Schubert (1797 - 1828)
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 (1825–26)
(»Große C-Dur-Sinfonie«)

Zu Schuberts reichem Schaffen gehören neun Sinfonien, von denen allerdings nur acht überliefert sind, da bis heute das Manuskript der vorletzten Sinfonie, der so genannten "Gasteiner"-Sinfonie, aus dem Jahre 1825 verschollen ist. Auch die Kenntnis und Überlieferung der anderen Sinfonien ist zum Teil nur glücklichen Zufällen zu verdanken. Schuberts sinfonisches Schaffen gipfelt nach übereinstimmender Einschätzung von Publikum und Kritik in den beiden "Spätwerken" - der "Unvollendeten" und in der sogenannten "Großen C-Dur-Sinfonie". Die ersten sechs Sinfonien entstanden in den Jahren 1813 bis 1817, sind also die Werke eines noch nicht einmal Zwanzigjährigen, der hier bei aller Eigenständigkeit doch unüberhörbar noch dem Vorbild Haydns und Mozarts verpflichtet bleibt.
Die Zählweise der "Großen C-Dur-Sinfonie" variiert zwischen den Nummern 7, 8 und 9. Sie entstand in Schuberts Todesjahr und ist die letzte der von ihm komponierten Sinfonien. Dem trägt die gängige Zählweise als Nummer 9 Rechnung. Lässt man jedoch die drei Jahre zuvor entstandene und nicht erhaltene "Gasteiner-Sinfonie" außer Acht, so ergibt sich die für das heutige Programm benutzte Zählweise für diese letzte der Schubertschen Sinfonien. Die Uraufführung der Sinfonie fand erst zwölf Jahre nach Schuberts Tod in einem Konzert des Leipziger Gewandhausorchesters unter der Stabführung von Felix Mendelssohn Bartholdy statt, nachdem Robert Schumann ein Jahr zuvor das Manuskript im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien entdeckt hatte. Der Erfolg dieser ersten Aufführung war glänzend. Schumann selbst ließ in seiner "Neuen Zeitschrift für Musik" dem Werk eine enthusiastische Besprechung zuteil werden, die einige der seitdem immer wieder zitierten Urteile enthält: "Sag ich es gleich offen: Wer diese Sinfonie nicht kennt, kennt noch wenig von Schubert, und dieses mag nach dem, was Schubert bereits der Kunst geschenkt hat, als ein kaum glaubliches Lob angesehen werden. [ ... ] Hier ist, außer meisterlicher, musikalischer Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie schon anderswoher von Franz Schubert kennt. Und diese himmlische Länge der Sinfonie, wie ein dicker Roman von Jean Paul, der auch niemals endigen kann und aus den besten Gründen zwar, um auch den Leser hinterher nachschaffen zu lassen. Wie erlabt dies, dies Gefühl von Reichtum überall, während man bei andern immer das Ende fürchten muß und so oft betrübt wird, getäuscht zu werden. [ ... ] Die Sinfonie hat denn unter uns gewirkt, wie nach den Beethoven'schen keine noch."
Die ausgedehnte, von den Bläsern dominierte "Andante"-Einleitung des Kopfsatzes, eines "Allegro ma non troppo", führt zu dem rhythmisch straffen Thema der Streicher, das die Holzbläser mit schwebenden Triolen begleiten. Dieses Thema entfaltet sich nun im Wechselspiel der Instrumentengruppen und wird in immer neuen Klangkombinationen durchgespielt. Ein zweites Thema schließt sich an, das wiederum durch die verschiedenen Instrumente variiert und moduliert wird. Formal gesehen weist der Satz dem Sonatenhauptsatzschema entsprechend zwar eine Durchführung, eine Reprise und eine Coda auf, aber im Gegensatz etwa zu Beethovens Sinfonien und Sonaten tragen solche formalen Kennzeichnungen zur Erhellung des Individualstils der Schubertschen Sinfonien wenig bei: Die Kraft und der Reichtum der melodischen Erfindung dominieren gegenüber dem formalen Aufbau. Das wird auch deutlich im zweiten Satz, einem "Andante con moto", in dem verschiedene rhythmisch teilweise stark ausgeprägte Melodien einander folgen, verklingen, wieder auftauchen und variiert werden. Das folgende "Scherzo: Allegro vivace" lebt zunächst von einem viertaktigen von den Streichern energisch vorgetragenen Motiv und führt dann zu einer ländlerartigen Melodie. Wieder werden beide Themen in buntem Wechsel fort und weitergeführt. Ruhig strömt die Melodie im Mittelteil des Scherzos, dem Trio, dahin. Die Fülle der melodischen Eingebungen kennzeichnet auch das abschließende "Finale: Allegro vivace" mit seinem raschen Wechsel der musikalischen Stimmungen.
Text: Heidi Rogge

Genre:
Konzert

Spielstätte

Kölner Philharmonie
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
Linien 5, 12, 16, 18 sowie S-Bahnen S6, S11, S12, alle Nahverkehrszüge und die Busse 132, 170, 250, 260 und 978 bis Dom/Hauptbahnhof

Ihre Eintrittskarte ist zugleich Hin- und Rückfahrkarte 2. Klasse im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

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Spielzeit 2026/27

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